Biografie

Es ist eine Poesie des Klangs, die Barbara Buntrock in ihren Konzerten sucht: Jedem Ton seine Bestimmung zu verleihen, und einen Ausdruck zu finden, der das Publikum berühren kann. Die Tochter einer Cellistin und eines Geigenbauers erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren und entdeckte erst kurz vor Studienbeginn ihre Liebe zur Viola. Zu den tieferen Tönen und Klangfarben des Instruments fühlte sie sich seit ihrem ersten Unterricht auf dem Instrument als Jungstudentin bei Werner Dickel an der Musikhochschule Wuppertal hingezogen.

Barbara Buntrock studierte anschließend bei Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck und absolvierte als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Deutschen Stiftung Musikleben ein Auslandstudienjahr an der Juilliard School in New York bei Heidi Castleman. Ein Zusatzstudium zum Konzertexamen in der Klasse von Tabea Zimmermann und Lars Anders Tomter an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin schloss sie 2012 mit Auszeichnung ab.

Wichtige Anregungen erhielt Barbara Buntrock außerdem von Seiji Ozawa, Nobuko Imai, Gabor Takács-Nagy, Kim Kashkashian, Yuri Bashmet, Anner Bylsma oder auch Bruno Giuranna, unter anderem im Rahmen der Verbier Festival Academy. Von Februar 2009 bis Dezember 2010 war sie zudem als 1. Solobratschistin im Gewandhausorchester Leipzig tätig bevor sie diese Anstellung zu Gunsten ihrer solistischen und kammer­musikalischen Projekte wieder aufgab.

Barbara Buntrock ist Preisträgerin vieler internationaler Wettbewerbe und konnte als jüngsten Erfolg im Juni 2012 den 2. Preis der Tokyo International Viola Competition verzeichnen. Zuvor war sie bereits Preisträgerin unter anderem des Internationalen Musikwettbewerb der ARD München, des Concours de Genève, des Internationalen Musikwettbewerb Markneukirchen, der International Primrose Competition und des Deutschen Musikwettbewerb.Ihre Heimatstadt Wuppertal verlieh ihr außerdem 2008 den Von der Heydt- Förderpreis, mit dem die „stetige musikalische Entwicklung und Reifung einer jungen Künstlerpersönlichkeit“, sowie ihre „hohe Musikalität und ihr ausdruckstarkes, klangsinnliches Spiel“ gewürdigt wurden.

Als Solistin trat Barbara Buntrock unter anderem mit dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, den Bergischen Symphonikern, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, und mit den Bochumer Symphonikern auf. Im Rahmen der Internationalen Orpheum Musikfesttage 2013 wird sie außerdem gefördert durch die Orpheum Stiftung im kommenden September ihr Debut in der Tonhalle Zürich geben.

Besondere Inspiration findet die Bratschistin in der Kammermusik – im spontanen Zusammenfinden einer neuen Konstellation ebenso wie in der gemeinsamen Arbeit eines feststehenden Ensembles.  Barbara Buntrock ist Mitglied des Mariani Klavier­quartetts,mit dem sie im März 2011 ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs erhielt. Zudem konzertiert sie regelmäßig zusammen mit dem Leipziger Streichquartett, mit dem sie auch die Streichquintette von Ludwig van Beethoven für das Label Dabringhaus und Grimm aufnahm.

Für Herbst/Winter 2013 ist zusammen mit dem Pianisten Daniel Heide beim Label Cavi-music die Veröffentlichung einer Aufnahme der Sonaten von Paul Hindemith und Rebecca Clarke, sowie der Suite von Ernest Bloch – allesamt entstanden im Jahr 1919 – geplant. Außerdem wird ebenfalls im Herbst die Debut-CD des Mariani Klavierquartett mit Werken von Frank Bridge, Bohuslav Martinu und Robert Schumann bei Genuin erscheinen. Eine weitere Aufnahme zusammen mit dem Leipziger Streichquartett wieder bei Dabringhaus und Grimm mit Werken von Felix Mendelssohn ist bereits für April 2013 angekündigt.

Als künstlerische Leiterin gründete sie 2011 das „Festival 3B – Kammermusik in der Immanuelskirche Wuppertal“, das sich – benannt nach den drei großen B: Bach Beethoven und Brahms – dem Kammermusikrepertoire quer durch alle Epochen widmet.

Seit Oktober 2015 ist Barbara Buntrock als Professorin für Viola an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf tätig.

Sie spielt eine Viola erbaut von Antonio Mariani, Pesaro, ca. 1650, die früher von dem legendären Bratschisten Lionel Tertis gespielt wurde.

2012/2013           Wir bitten, diese Biographie ungekürzt abzudrucken. Etwaige Änderungen sind mit der Agentur abzusprechen.